Flächendeckende Versorgung mit Diamorphin in NRW – Umfrage

Liebe Leser,

Akzept NRW e.V. (Der Landesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik) will sich dem Thema flächendeckende Versorgung mit Diamorphin in NRW annehmen. Dazu führt akzept NRW e.V. in Köln gemeinsam mit VISION e.V. eine Befragung durch, damit wir einen besseren Eindruck bekommen, wie sich der Bedarf in den einzelnen Regionen für diese Behandlungsform darstellt.

Seit Juli 2009 wird medizinisches reines Heroin (Diamorphin) in Deutschland an Heroinsüchtige in Spezialeinrichtungen unter strenger staatlicher Aufsicht abgegeben. Diese Form der Substitutionsbehandlung wird von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Seit 2009 sind jedoch nur 3 Einrichtungen neu geschaffen worden, obwohl man in NRW von wesentlich mehr Menschen ausgehen kann, die für diese Behandlung in Frage kommen könnten. In NRW gibt es zurzeit nur 3 Einrichtungen (Bonn, Köln, Düsseldorf), wobei tatsächlich nur eine Einrichtung (Düsseldorf) seit 2009 neu eröffnet wurde.

Wir haben einen Fragebogen entworfen der helfen soll diese Fragestellungen zu beantworten. Um einen möglichst hohen Rücklauf zu generieren, bitten wir Sie/Euch nun um Ihre/Eure Unterstützung bei der Verteilung der Fragebögen. Adressaten sind ALLE Opioide konsumierenden Menschen aus Köln und dem Kölner Umland. Der Fragebogen wird anonym ausgefüllt, lediglich Alter, Geschlecht und Region werden als Information für die Auswertung benötigt.

Über Eure Beteiligung freuen wir uns sehr:

Fragebogen Diamorphin

Neues Substitutionsrecht 2017 Was bringt die Reform an Änderungen für Patient*innen?

JES Bundesverband, Deutsche AIDS-Hilfe und Akzept veröffentlichen Handreichung für Patient*innen und andere Akteure in der Substitutionsbehandlung

 

Die vollständige Pressemitteilung mit ensprechenden Links.

 

JES NRW sammelt Spenden mit der Aids-Hilfe Düsseldorf / Schienetreffen

Welt-Aids-Tag 2017 in Düsseldorf

Gemeinsam mit der Aids-Hilfe Düsseldorf haben MitstreiterInnen von JES NRW am Freitag den 1. Dezember 2017, dem Welt-Aids-Tag in der Düsseldorfer Innenstadt Spenden gesammelt. Bitterkalt ist es gewesen.

Das Treffen der NRW Schiene, also der Austausch zwischen den Gruppen, wurde dann anschließend allerdings zum Glück im Warmen und gemütlich beim Kaffee abgehalten. 
Es ging in erster Linie um JES NRW 2.0, Termine und perspektivische Planung

In insgesamt leider doch überschaubarer Gruppe – wir waren zu siebt – ging es gegen Abend zum leckeren und teilweise wirklich, … ja, …. exotischen Weihnachtsessen beim Inder.
Also, ich hatte da ein Zeug in meiner Soße .… Egal, Hauptsache, mal was anderes.

Dort beim Inder haben die Kollegen dann noch den Abend bei einem Bierchen ausklingen lassen. Ich musste leider schon etwas früher zurück Richtung Bielefeld.

Mathias

Pressemitteilung JES Bundesverband und JES NRW zum Welt AIDS-Tag

 

 

 

 

Besorgniserregender Anstieg von HIV-Infektionen bei Drogengebrauchern Auch bei der Hepatitis C besteht weiter Handlungsbedarf

Beunruhigende Entwicklung: Seit 2010 ist unter DrogengebraucherInnenn ein Anstieg der HIV-Infektionen zu verzeichnen. In den zehn Jahren davor sind die Zahlen der HIV-Infektionen in dieser Gruppe hingegen leicht rückläufig gewesen. Die geschätzte Zahl der Neuinfektionen in 2016 beträgt bei intravenös Konsumierenden 240. Die Anzahl der tatsächlichen HIV Neudiagnosen durch den intravenösen Drogenkonsum lag bei 127 Fällen. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort.

Nicht sehr viel besser bei der Hepatitis C (HCV): Laut RKI steigt der Anteil HCV-Infizierter mit der Dauer des intravenösen Drogenkonsums, z.B. auf 72% nach einer Konsumdauer von 10 Jahren. HCV ist potentiell tödlich aber heilbar. So sind heute etwa 60% der Fälle von Leberkrebs und 63% der Lebertransplantationen auf eine HCV-Infektion zurückzuführen. Weltweit starben an den Spätfolgen der Infektion 2015 knapp 400.000 Menschen. (alle Zahlen RKI)

Es bedarf also weiterer Anstrengungen, um gezielt Neuinfektionen durch Information, Prävention und Behandlung zu reduzieren. Bis zu 50% der DrogenkonsumentInnen in der DRUCK Studie des RKI, berichteten, dass sie über keinen ausreichenden Zugang zu sterilen Konsumutensilien verfügen.

JES fordert daher ausreichende Mittel von Ländern und Kommunen für Utensilien zur Prävention sowie die Einrichtung von weiteren Drogenkonsumräumen. Darüber hinaus kann mit dem Ausbau von Spritzenautomaten ein anonymer Zugang rund um die Uhr mit geringen Kosten geschaffen werden, der dazu beitragen kann die Zahl der HIV und HCV Infektionen zu verringern. Auch eine Abkehr von der bisherigen Praxis des 1:1 Spritzen-Tauschs, eine gebrauchte gegen eine neue, ist in der niedrigschwelligen Drogenarbeit dringend geboten.

Da ein Großteil der HIV- und HCV-Neuinfektionen in Haft erfolgt, müssen zudem auch in den Gefängnissen diskrete Möglichkeiten von Spritzenvergabe und -tausch geschaffen werden.

Darüber hinaus gilt es niedrigschwellige Beratungs- Test- und Behandlungsangebote zu installieren. Viele der dokumentierten Infektionen mit HIV und HCV waren den Erkrankten vorher unbekannt, was das Risiko einer Infektion Dritter massiv erhöht.

Hepatitis C lässt sich heute in den allermeisten Fällen zum Glück leicht medikamentös heilen.

Leider sind viele Ärzte wegen der hohen Kosten einer HCV-Therapie noch immer verunsichert, eine derartige Behandlung anzubieten. Zumal, so scheint es uns, wenn es sich um Drogen Gebrauchende oder Substituierte handelt“, sagt Mathias Häde vom JES Bundesvorstand dazu. Das muss sich ändern!

– Kontakt: Mathias Häde – mhaede@jesnrw.de – 0176 39569496 –

+++ Treffen der JES NRW-Schiene +++

Einladung zum Treffen der JES NRW-Schiene 03/2017
 
 
Hallo ihr Lieben,
am Freitag, den 01. 12. 2017 findet das dritte Treffen der JES NRW-Schiene in Düsseldorf statt. Geplant ist in erster Linie eine solidarische Street-Aktion im Rahmen des Welt-Aids-Tags. Wir werden auf der offenen Szene Präsenz zeigen, Give Aways verteilen und über die Arbeit von JES informieren.
 
Treffpunkt ab 12 Uhr,
Start ist dann um 13 Uhr an der
Aidshilfe Düsseldorf.
Johannes-Weyer-Straße 1, 40225 Düsseldorf
 
Bitte seid möglichst pünktlich da – und zieht vielleicht Eure JES NRW Hoodies an!
Falls verspätet, könnt Ihr uns unterwegs über die 0176-39569496 kontaktieren, damit wir uns finden.
 
Sicherlich werden wir im Laufe des Nachmittags eine längere Kaffeepause einlegen und können bei der Gelegenheit, etwa in einem Cafe, auch die wichtigsten Themen der JES NRW Schiene besprechen.
 
Gegen 18 Uhr ist dann als kleine JES NRW Weihnachtsfeier ein leckeres gemeinsames Essen geplant. Alle Angereisten sind herzlich dazu eingeladen.
Location: Kirti’s Restaurant, Brückenstraße 19, 40221 Düsseldorf
Die Fahrkostenerstattung dann über die DAH, Formulare werden verteilt.
 
Wir freuen uns auf Euch!
das JES NRW-Team
 
Kontakt: Mathias Häde – mhaede@gmx.net – 0521 – 3966888