Banner zum internationalen Gedenktag am 21. Juli

Seit dem 21. Juli 1998 begehen wir den internationalen Gedenktag für verstorbene Drogen gebrauchende Menschen. Initiiert wurde der Gedenktag vom Landesverband der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit NRW. Der anfänglich regional begrenzte Gedenktag wird heute längst nicht mehr nur in NRW oder Deutschland sondern auch in vielen anderen Ländern begangen. Er ist für unser Netzwerk der zentrale Trauer- und Aktionstag, an dem sich mittlerweile viele Einrichtungen der Drogen- und Aidshilfen beteiligen.

2019 fanden Infostände und Gedenkveranstaltungen in vielen nordrhein-westfälischen Städten statt, darunter Düsseldorf, Mülheim a.d. Ruhr, Marsberg, Münster, Dortmund, Wesel, Mettmann, Bonn, Unna, Köln, Rheine, Ahlen, Duisburg, Wuppertal, Paderborn, Bielefeld und Essen.

Stellvertretend hier einige Impressionen:

Im Bielefelder Drogenhilfezentrum stand die Trauer um verstorbene Freundinnen und Freunde aus der Szene wie in jedem Jahr im Vordergrund. Zusammen mit Aidshilfe und Drogenberatung gestaltet JES Bielefeld diesen Tag bereits seit Jahren und protestiert dabei stets auch gegen die herrschende Drogenpolitik der Verbote. Diese Politik der Kriminalisierung und Ausgrenzung verursacht noch immer unnötig viele Todesfälle.

Die Anwesenden konnten Karten zum Gedenken mit den Namen einzelner Verstorbener beschriften und an Luftballons befestigen. Aus Gründen des Umweltschutzes blieben die Ballons allerdings im Cafe des DHZ und schwebten dort unter der Decke – ein schöner Anblick und ein Moment der Erinnerung.

In Kooperation mit dem Suchthilfeverbund Duisburg und der Aidshilfe Duisburg/Kreis Wesel e.V. hatte JES Duisburg am 20. Juli einen Infostand in der Innenstadt aufgebaut. Im Gedenken an die Verstorbenen erhielten die Passanten weiße Rosen und Infomaterialien. Etwa 150-200 Leute hat diese Aktion erreicht. Die Gespräche waren teilweise sehr intensiv.

Darüber hinaus beteiligten wir uns an der Kampagne „Support don’t punish“.

Am folgenden Tag gab es in der Aidshilfe die Möglichkeit, Erinnerungen ins Gedenkbuch zu schreiben und Holzscheiben mit den Namen der Verstorbenen zu beschriften.

JES Mülheim a.d. Ruhr

Aktion zum internationalen Gedenktag am 21. Juli in Mülheim a.d. Ruhr

Die Gründungsmitglieder von JES Mülheim/Ruhr vor dem Steingarten, der an verstorbene Drogengebraucher*innen erinnert.
Die WAZ berichtete über die Aktion der Mülheimer JES-Gruppe.