Projekt JES-NRW 2.0

Streetwork und Unterstützung der JES-Gruppen

Wie bereits erwähnt fördert das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales unter dem Projektnamen JES NRW 2.0. die JES Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen. Es gilt, die JES-Selbsthilfe vor Ort zu aktivieren bzw. zu reaktivieren. Darüber hinaus soll ein selbsthilfefreundliches Kooperationsnetzwerk geschaffen und eine landesweite Vernetzung der Selbsthilfeengagierten gestaltet werden.

Das Projektkonzept sieht vor, dass sich JES in NRW wieder verstärkt an landesweiten Facharbeitskreisen beteiligt und Fachveranstaltungen in eigener Regie oder in Kooperation durchführt. Thematisch hervorzuheben sind dabei die Entwicklung und Durchführung von Peer-Informations-Veranstaltungen zum Einsatz von Naloxon als Notfallmedikament.

Zur Durchführung des Projektes stehen den Gruppen vor Ort finanzielle Mittel für Präventionsmaterialien und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Mit zwei halben Personalstellen und ein bis zwei 450-Euro-Stellen fördert das Ministerium die Umsetzung des gesamten Projektes.

Selbstverständlich ist ein landesweites Selbsthilfeförderungs- und Vernetzungsprojekt mit diesen Anteilen an Personalstellen nicht umzusetzen. Es braucht hierfür professionelle Kooperationspartner in den Kommunen vor Ort wie auch auf der Landesebene. Es braucht zudem viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei allen ehren- und hauptamtlich Beteiligten und bei den kooperierenden Einrichtungen möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken.

Ein besonderer Dank richtet sich an das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und die Aidshilfe NRW, die das Projekt JES NRW 2.0 seit 2015 überhaupt erst ermöglichen.

Selbsthilfe braucht Förderung und Unterstützung

Vor 20 Jahren gab es in vielen nordrhein-westfälischen Städten JES-Gruppen. Die damals aktiven Mitglieder mussten ihr Engagement aus vielfältigen Gründen beenden – Gesundheit, finanzielle Mittel, mangelnde Zeit im Rahmen der Substitution.

Dieses verlorene Potential hat das
Projekt JES NRW 2.0
reaktiviert. Dennoch werden in den Kommunen weitere Kooperationspartner gesucht, die das Projekt vor Ort aktiv unterstützen!