• Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Link zu Instagram Link zu Instagram Link zu Instagram
JES NRW e.V. ℡ 02204 9840854 info(at)jesnrw.de
JES NRW Landesverband
  • JES NRW
    • JES vor Ort
    • Kooperation & Förderung
    • Gedenken
    • Vorstände Landesverband
  • Netzwerk
    • Gedenktag
    • Schienenkoordination
    • Bundesverband
      • Drogenkurier
  • Projekte
    • Projektbeirat
    • HepHopper
    • Naloxon
    • Prävention
    • Arbeitskreise
    • Fachveranstaltungen
  • Blog
    • Drogenpolitik & Drogenhilfe
    • Veranstaltung
    • Gedenktag
    • Substitution
    • Naloxon
    • Pressemeldungen
  • Infos
    • DGS – Deutsche Gebärdensprache
      • Making of
    • Publikationen
      • Fredersdorf-Studie
      • Verfügbarkeit von Suchtmitteln in Deutschland
    • Links
  • Infos für Gehörlose
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
21
Juli
2026

Verändern, um Leben zu retten

in Drogenpolitik & Drogenhilfe, Gedenktag, Pressemeldungen /von Renate

Pressemitteilung zum Internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende am 21. Juli 2026

Am 21. Juli wird der Internationale Gedenktag für verstorbene Drogen gebrauchende Menschen begangen. An zahlreichen Orten Deutschlands und darüber hinaus, erinnern Angehörige, Freunde, Selbsthilfeinitiativen, Einrichtungen der Suchthilfe und Drogen gebrauchende Menschen an diejenigen, die infolge von Überdosierungen, den Risiken des illegalen Drogenmarktes oder fehlender gesundheitlicher und sozialer Unterstützung ihr Leben verloren haben.

Auch die JES-Ortsgruppen in Nordrhein-Westfalen beteiligen sich an diesem Gedenktag. Mit Gedenkveranstaltungen setzen sie ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung sowie für eine Drogenpolitik, die Gesundheit, Menschenwürde und den Schutz von Leben in den Mittelpunkt stellt – wie die Bilder aus Düsseldorf beispielhaft zeigen.

Infostand von JES NRW am Worringer Platz in Düsseldorf
Gedenksteine am Brunnen
im Hof der Flur 45
Vorbereitung: Die Gedenk-Steine werden bemalt.

Die Zahl der drogenbedingten Todesfälle in Deutschland bleibt auf einem erschreckend hohen Niveau. Im Jahr 2025 starben bundesweit 2.150 Menschen an den Folgen des Konsums illegalisierter Drogen. Damit ist die Zahl gegenüber dem Rekordjahr 2023 (2.227 Todesfälle) zwar leicht zurückgegangen, sie liegt jedoch weiterhin deutlich höher als noch vor zehn Jahren. Besonders besorgniserregend ist der starke Anstieg der Todesfälle unter jungen Menschen sowie die zunehmende Verbreitung hochpotenter synthetischer Opioide und riskanter Mischkonsumformen.

Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar.

Hinter jeder Zahl steht ein Mensch – mit Familie, Freundschaften, Hoffnungen und einer eigenen Lebensgeschichte.

„Der Gedenktag erinnert uns daran, dass drogenbedingte Todesfälle kein unabwendbares Schicksal sind. Sie sind häufig die Folge unzureichender Hilfsangebote, von Stigmatisierung und einer Drogenpolitik, die Gesundheitsschutz noch immer nicht konsequent in den Mittelpunkt stellt“, erklärt Björn Peterburs, Projektleiter von JES NRW.

JES NRW fordert deshalb den konsequenten Ausbau bewährter Maßnahmen der Schadensminderung (Harm Reduction). Dazu gehören insbesondere:

  • eine flächendeckende Versorgung mit Naloxon, um tödliche Opioid-Überdosierungen zu verhindern,
  • ausreichend Drogenkonsumräume und niedrigschwellige Hilfsangebote,
  • Drug Checking als wirksame Maßnahme zur Risikominimierung,
  • ein verbesserter Zugang zu Substitutionsbehandlungen,
  • der konsequente Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung gegenüber Drogen gebrauchenden Menschen.

Gerade vor dem Hintergrund eines sich verändernden illegalen Drogenmarktes mit hochpotenten synthetischen Opioiden, Nitazenen, Fentanyl-Derivaten und unvorhersehbaren Beimengungen sind präventive Maßnahmen wichtiger denn je. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahre deutlich: Repression allein rettet keine Menschenleben. Gesundheitsschutz, Schadensminderung und niedrigschwellige Hilfen müssen endlich Vorrang vor Ausgrenzung und Kriminalisierung erhalten.

Der Gedenktag richtet sich nicht nur an Menschen, die Angehörige oder Freunde verloren haben. Er ist zugleich ein gesellschaftlicher Appell, alles dafür zu tun, vermeidbare Todesfälle zu verhindern und Drogen gebrauchenden Menschen mit Respekt, Solidarität und wirksamen Hilfsangeboten zu begegnen.

Jeder Mensch zählt. Jeder vermeidbare Todesfall ist einer zu viel!

JES NRW e.V. ist ein Landesverband und Teil des bundesweiten JES-Netzwerks (Junkies, Ehemalige, Substituierte und Sympatisanten). Als Selbstvertretung von Drogen gebrauchenden Menschen setzt sich JES NRW für Gesundheitsförderung, Schadensminderung, soziale Teilhabe und die Entstigmatisierung von Menschen ein, die illegale Drogen konsumieren. Ziel ist eine menschenrechtsorientierte Drogenpolitik, die Leben schützt und Gesundheit fördert.

JES NRW e. V.
Telefon: 02204-9840854
E-Mail: info@jesnrw.de

Bundes- und landesweit beteiligen sich zahlreiche Einrichtungen und Initiativen am Gedenktag. Selbst Vertretende aus der Politik sind dabei. Hier einige Links:

  • https://www.gedenktag21juli.de/
  • https://www.vision-ev.de/2026/07/21/pressemitteilung-gedenktag-2026/
  • https://www.suchthilfeverbund-duisburg.de/pressemitteilung-internationaler-gedenktag-fuer-verstorbene-drogengebrauchende-am-21-juli/
  • https://www.sascha-h-wagner.de/politik/sascha-h-wagner/detail/news/veraendern-um-leben-zu-retten-die-linke-fordert-einen-radikalen-kurswechsel-in-der-drogenpolitik/
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Share on X
  • Auf WhatsApp teilen
  • Teilen auf LinkedIn
  • Per E-Mail teilen
https://jesnrw.de/wp-content/uploads/2026/07/gedenktag-duesseldorf-2026-gedenksteine-flur45.jpg 800 1200 Renate https://jesnrw.de/wp-content/uploads/2018/12/logo_jes_transparent-1.png Renate2026-07-21 16:56:592026-07-21 17:24:04Verändern, um Leben zu retten
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie uns Ihren Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Über dieses Blog

Hier bloggen wir in unregelmäßigen Abständen über Themen aus Drogenpolitik, Drogenhilfe und unserem Selbsthilfe-Netzwerk. Unsere Autorinnen und Autoren sind aktive JESler oder stehen unserem Netzwerk nahe.

Search Search

Die nächsten Termine:

25.07.2026, 10:00 - 13:00 Uhr
JES-Frühstück Unna
Kontaktladen, Suchthilfe Unna
Hammer-Str. 23 - vorderes Gebäude -
59425 Unna
08.08.2026, 11:00 - 13:30 Uhr
JES-Frühstück Düsseldorf
Flur45
Flurstraße 45
40235 Düsseldorf
29.08.2026, 10:00 - 13:00 Uhr
JES-Frühstück Unna
Kontaktladen, Suchthilfe Unna
Hammer-Str. 23 - vorderes Gebäude -
59425 Unna

Themen

  • Aktuelles
    • Drogenpolitik & Drogenhilfe
    • Gedenktag
    • Lebenswelten
      • HCV/HBV
      • HIV
      • Substitution
    • Prävention
      • Naloxon
      • Safer-use
    • Streetwork
    • Veranstaltung
    • Zertifikat
  • angeheftet
  • JES bundesweit
  • JES intern
  • Pressemeldungen
    • Intern
  • Publikationen
Partner-Button zum Streetwork-Projekt von JES NRW

Sie haben Interesse an einer Zusammenarbeit oder wollen unsere Projekte anderweitig unterstützen?

Dann schicken Sie uns eine E-Mail.

Aktive Mitarbeit ist ebenso willkommen wie eine ideelle und finanzielle Förderung.

JES NRW e.V.

Spendenkonto
IBAN: DE21 3702 0500 0008 0234 00

BIC: BFSWDE33XXX

Hinweis

Wir sind gemeinnützig und können eine Spendenquittung ausstellen.

Unser Mitgliedsantrag als PDF zum Download

© Copyright – JES NRW Landesverband
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen