Gruppen und Schienenkoordination im JES-Bundesverband
Das JES-Netzwerk lebt von seinen regionalen Gruppen und Vereinen, in denen sich Drogen gebrauchende Menschen, Substituierte und Ehemalige für Selbsthilfe, Interessenvertretung und eine menschenwürdige Drogenpolitik engagieren. Die Gruppen bieten Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und die Entwicklung gemeinsamer Positionen. Gleichzeitig bringen sie die Perspektiven ihrer Mitglieder in fachliche und politische Diskussionen auf regionaler und überregionaler Ebene ein.
Um die Zusammenarbeit der Gruppen bundesweit zu stärken, ist das Netzwerk im JES-Bundesverband in regionale Schienen gegliedert. Die Nord-Ost-Schiene, die Süd-Schiene und die Westschiene bilden wichtige Vernetzungsstrukturen zwischen den einzelnen JES-Gruppen. Sie ermöglichen den regelmäßigen Austausch von Erfahrungen, die Entwicklung gemeinsamer Projekte sowie die Abstimmung zu aktuellen fachlichen und drogenpolitischen Themen.
Eine zentrale Rolle übernehmen dabei die Schienenkoordinator*innen. Sie fungieren als Bindeglied zwischen den regionalen Gruppen und den Gremien des JES-Bundesverbandes. Zu ihren Aufgaben gehören die Organisation des Austauschs innerhalb der Schienen, die Weitergabe relevanter Informationen sowie die Vertretung regionaler Interessen in den bundesweiten Strukturen des Verbandes. Durch ihre Arbeit tragen sie dazu bei, die Anliegen der JES-Gruppen zu bündeln, die Vernetzung zu stärken und die Beteiligung der Mitglieder an der bundesweiten Verbandsarbeit zu fördern.
Die Schienenkoordination ist damit ein wesentliches Element der demokratischen und partizipativen Struktur des JES-Bundesverbandes. Sie sorgt dafür, dass regionale Erfahrungen und Bedarfe in die bundesweite Arbeit einfließen und die Stimme Drogen gebrauchender Menschen auf allen Ebenen wirksam vertreten wird.


