Hilfe zur Selbsthilfe

In den JES-Gruppen kommen Menschen zusammen, die ähnliche Erfahrungen mit Angehörigen, Freund(inn)en oder professionellen Helfer(inne)n machen, ähnliche Schicksale haben und unter Stigmatisierung, Ausgrenzung und Diskriminierung leiden. Uns ist die Gruppe als soziale Gemeinschaft wichtig: Hier können Erfahrungen ausgetauscht und neue soziale Beziehungen entwickelt und gepflegt werden. Hier lassen sich Geborgenheit und Sicherheit ebenso finden wie Zuwendung, Verständnis, Anerkennung und Zusammenhalt.

Diese sonst oft fehlende soziale Unterstützung ermöglicht es den Einzelnen, ihre Fähigkeiten zu erschließen und Lebensaufgaben und -krisen zu bewältigen. Das soziale Leben in der Gruppe findet aber nicht nur vor Ort, sondern darüber hinaus auch in der Region statt: Die JES-Gruppen entwickeln sich zu einem regionalen sozialen Netzwerk, in dem die helfende, unterstützende und stabilisierende Kraft zwischenmenschlicher Beziehungen zum Tragen kommt.

Die Aktivitäten in den regionalen JES-Gruppen geben zugleich wesentliche Impulse für die Arbeit an sich selbst und für die Verwirklichung persönlicher Werte, z.B. durch Selbsterfahrung, die Entwicklung von Selbstachtung und eines positiven Selbstwertgefühls, das Erfahren von Lebensfreude und Emanzipation.